geschrieben von Bridal

Das römische Fest Lupercalia

Nachdem das Christentum im Jahre 311 nach Christus offiziell von Kaiser Konstantin zur Staatsreligion erhoben wurde, war es um seine Etablierung bemüht. Das Volk musste dazu gebracht werden, den neuen Glauben anzunehmen und den dazugehörigen Gott zu verehren. Damals waren die Machthaber der Meinung, dass dies einfacher geht, wenn dem Volk althergebrachte heidnische Feiertage und liebgewonnene Gewohnheiten nicht etwa verboten, sondern einfach sukzessive in den neuen Glauben überführt werden.

Ein sehr schön dazu passendes Beispiel war das römische Fest Lupercalia, welches auf den 14. Februar fiel. In Gedenken an die römische Göttin Juno, Schutzpatronin der Ehe und Frau des höchsten Gottes Jupiter, gingen junge Mädchen in den Juno-Tempel, um sich für die passende Partnerwahl ein Liebesorakel zu holen. Die Männer des Volkes zogen an diesem Tag Lose, auf denen Namen lediger Frauen geschrieben waren. Die gelosten Pärchen gingen am 14. Februar miteinander aus und bei manchen soll der Funke der Liebe übergesprungen sein. Bereits verheiratete Männer schenkten ihren Frauen an Lupercalia Blumen, um ihre Liebe zu bekräftigen.

Um diesen traditionellen Feiertag künftig für sich vereinnahmen zu können, musste das Christentum einen Heiligen finden, der von seinem Wirken her in etwa mit den Bräuchen von Lupercalia übereinstimmte und dem man gleichzeitig das Datum, den 14. Februar, zuschreiben konnte. Dieser Heilige war Priester Valentin, der am 14. Februar hingerichtet wurde und mit seinen guten Taten für die Liebenden der Göttin Juno sehr nahe kam.

So kam es, dass der römische Brauch und die Legende des Bischofs Valentin unseren heutigen Brauch vom Tag der Liebenden am 14. Februar geprägt haben.

Und hier geht es weiter mit dem geschichtlichen Hintergrund des Valentinstags...

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