geschrieben von Bridal

Die unten beschriebenen Bräuche sind über die Jahrhunderte immer mehr ausgebaut worden und langsam in den Valentinstag, wie wir ihn heute kennen, eingeflossen. Schon aus dem 13. Jahrhundert gibt es Schilderungen, aus denen ersichtlich wird, dass der 14. Februar vor allem im angelsächsischen Raum eine sehr große Bedeutung erfahren hat.

1383 veröffentlichte der britische Dichter Geoffrey Chaucer sein Werk “Parliament of Foules” (Parlament der Vögel). Das Gedicht, das wohl zur Valentinsfeier am englischen Königshof veröffentlicht wurde, beschreibt die Partnersuche der Vögel. Damals war der Glaube verbreitet, dass die Paarungszeit der Vögel regelmäßig im Februar ihren Lauf nahm. Diese romantischen Bräuche aus der Tierwelt (die “Vogelhochzeit”) nahmen sich bald auch die Menschen zum Vorbild, um ihre eigene Liebe zu zelebrieren und in Ehren zu halten. Der ursprünglich religiöse Charakter des Gedenktages, an dem der Heilige Valentin von Terni hingerichtet worden sein soll, rückte derweil in den Hintergrund.

Seit dem 15. Jahrhundert wurden in England sogenannte Valentinspaare gebildet, die sich kleine Geschenke oder Gedichte schickten. Englische Emigranten nahmen diese Tradition mit in die USA und führten sie dort weiter. Nach dem 2. Weltkrieg brachten amerikanische Soldaten das Valentinstag-Prozedere mit nach Deutschland, wo in Nürnberg 1950 der erste Valentinsball veranstaltet und der Valentinstag in Deutschland ganz offiziell eingeführt wurde.

So ist also der Valentinstag entstanden - hättet Ihr's gewusst? Es ist immer wieder interessant zu sehen, wie sich bestimmte Traditionen und Bräuche über Jahrhunderte hinweg verändern und weiterentwickeln.

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