Hochzeitsfotos selbst machen: Tipps für tolle Bilder ohne Profi

geschrieben von Jane
Donnerstag, 16. März 2023
Kreatives Hochzeitsfoto mit Blumenstrauß und Sonnenlicht (c) Nathan Dumlao

Wer nur klein oder nur standesamtlich heiratet, verzichtet oft auf die Extra-Ausgabe, einen Fotografen zu engagieren oder denkt gar nicht über die Bilder nach. Damit das Brautpaar die fehlenden Bilder später nicht bereut, lohnt es sich, als TrauzeugIn mitzudenken und das Brautpaar wunderschön zu überraschen: Kümmer DU dich um den Fotografen!

Standesamtliche Hochzeit ohne Profi-Fotograf, aber mit super Erinnerungsfotos

Dein von dir selbst organisierter Hochzeitsfotograf muss überhaupt kein Profi sein! Mit ein paar dekorativen Eyecatchern und unseren 5 Tipps fürs Hochzeitsfotos-Selbstmachen, bekommst du auch als Laie wunderschöne und authentische Hochzeitsfotos hin. Woran du denken musst und was es zu beachten gilt? Wir zeigen dir die potenziellen Gefahren selbstgemachter Hochzeitsbilder – und wie du sie aushebelst!

Inhaltsverzeichnis:

Lege fest, wer an den wichtigen Stellen aufsteht und fotografiert

Vorplanung: Wer fotografiert?

Einfach vor Ort einem Gast eine Kamera in die Hand zu drücken, steigert deine Chance auf schöne Erinnerungsfotos nicht gerade. Deshalb: Lege vorher fest, wer die Bilder macht.

Was willst du verhindern? 

Kein Fotograf wurde festgelegt. Deshalb gibt es entweder keine Erinnerungsfotos oder jeder fotografiert ungeplant, sodass am Ende viele halbherzige Fotos derselben Situation existieren. Außerdem gibt es keine Nahaufnahmen der Trauung, weil keiner sich getraut hat, aufzustehen und zu fotografieren. Oder: Die Mehrzahl der Bilder zeigt Großonkel Friedolin, der eigentlich vor allem aus Höflichkeit eingeladen wurde :D 

So machst du es richtig! 

Bestimme 1-2 Fotografen, die sich im Vorfeld Gedanken machen, welche Momente auf jeden Fall festgehalten werden müssen. Jeder sollte wissen, wer die Fotografen sind und die Fotografen kennen im Bestfall die Gäste (oder deren Beziehung zum Brautpaar).

Am besten scouten sie Location schon im Vorfeld nach schönen Spots für Fotos. So ist klar, wer während der Trauung aufsteht, um Fotos zu machen und wer sitzen bleibt. Du kannst als TrauzeugIn zwar auch selbst die Kamera führen, wir raten dir aber aus zwei Gründen, die Aufgabe abzutreten: Du hast bereits eine wichtige Aufgabe. Sei lieber ganz für das Brautpaar da.

Und: Du sollst natürlich auf den Bildern selbst mit drauf sein! :) Wenn dein Fotograf schon ein Bisschen Erfahrung hat: Super! Ansonsten nicht über das ein oder andere Bild mit halboffenen Augen ärgern. Professionelle Fotografen machen solche Bilder auch, sie sortieren sie nur aus - dabei ist es viel lustiger und echter für die Erinnerung, wenn auch ein, zwei "Pannenbilder" dabei sind. :D

Hochzeitsbilder selbst machen - auch ein Nichtprofi kann traumhafte Erinnerungsfotos knippsen

Inszenierung: Schöne Hochzeitsfotos selbstmachen 

Das größte Problem bei Hochzeitsbildern, wenn kein Profi-Fotograf da ist? Alle stehen stocksteif da. Auch wenn eine Hochzeit nicht riesengroß ist, ist sie einer der wichtigsten Tage im Leben des Brautpaars. Die Erinnerungsfotos sollten das auch transportieren.

Was willst du verhindern? 

Keiner weiß, was er mit seinen Händen tun soll. Die Situation wirkt erzwungen. Außerdem zeigen alle Fotos irgendwie das Gleiche. Und auf keinem davon ist der Fotograf. 

So machst du es richtig!

Positionierung und ein paar Accessoires wirken WUNDER. Egal, ob nur Braut und Bräutigam aufs Foto kommen oder die ganze Hochzeitsgesellschaft. Natürlichkeit macht Fotos schön. Und ein bisschen Deko selbstverständlich auch:

  • Nutze die Natur und das Umfeld um dich herum (Bänke, Bäume, etc.) 
  • Lass deine Models verschiedene Positionen einnehmen (und stelle ggf. auch Gegenstände um) 
  • Binde Requisiten ein:  
  • Spiel mit der Stimmung und lass deine Models z.B. auch mal herumblödeln und Grimassen schneiden 
  • Fotografiere unterschiedliche Konstellationen: Brautpaar und Trauzeugen, Gruppenfotos, Einzelfotos, etc. 
  • Probiere als Fotograf verschiedene Perspektiven aus und spiel mit den Winkeln und Linien der Umgebung 
  • Fotografiere vor unterschiedlichen Hintergründen - auch ein schöner Foto-Backdrop kann deine Fotos professioneller wirken lassen 
  • Achte darauf, dass der/die Fotograf/en auch abgebildet sind – vor allem auf den Gruppenfotos. Dafür braucht es nur eine gute Handykamera mit Selbstauslöser 
Mit Hochzeitsgirlanden und lockeren Accessoires werden deine DIY-Hochzeitsfotos schön und natürlich

Uninszenierte Fotos

Es ist ein Unterschied, ob du ein kleines Wedding-Shooting machst oder den Verlauf der Feier fotografierst. Am besten tust du beides. In letzterem Fall ist besonders wichtig, dass du den Ablauf der Trauung nicht störst. 

Was willst du verhindern? 

Das Brautpaar möchte sich an den Moment ihres Ja-Worts erinnern, hat dann aber im wichtigsten Augenblick ihres Lebens eine Kamera direkt vor der Nase :D Oder im Gegenteil: Alle Fotos sind von zu weit weg geschossen, weil der Fotograf niemanden stören wollte. 

So machst du es richtig!

Warte auf den richtigen Moment. Und dann geh ruhig nah ran, um die Umarmung von Braut und Brautmutter schön draufzuhaben. Geschickte Fotografen schaffen es, solche Bilder zu knipsen, ohne überhaupt bemerkt zu werden. Dein Ziel sollte sein, wenigstens nicht zu stören. :D

Sei mit deinen Hochzeitsfotos aus der Nähe dabei, ohne den Ablauf zu stören

Was wird fotografiert? 

An die wichtigsten Momente der Hochzeit erinnert man sich meistens. Was aber manchmal plötzlich fehlt, weil es keine Bilder davon gibt, ist das Drumherum, das Zwischendrin. Aber: Impressionen halten Erinnerungen wach. Sie sind wichtig und es macht Spaß, sie zu knipsen! :)

Was willst du verhindern?

Auf den Fotos sind nur das Brautpaar und die Gäste abgebildet. Das Ambiente des Tages gerät in Vergessenheit. 

So machst du es richtig!

Fotografiere auch die Räumlichkeiten und Details wie den geschmückten Kinderwagen, das Hochzeitsauto, die Torte, Deko-Elemente. So hältst du das Hochzeits-Gefühl auf deinen Bildern fest und fängst die Stimmung des Hochzeitstags ein.

Fotografiere schöne Details der Hochzeit, um die Stimmung des Tages einzufangen

Hochzeitsfotos mit Zweck

Fotos können mehr sein als nur eine Erinnerung, die in einem Album klebt. Deshalb ist es clever, sich vorher Gedanken zu machen, wofür du die Fotos später verwenden möchtest. Klar ist ein Foto von Braut und Bräutigam auf der Dankeskarte immer schön. Aber gerade kleine Hochzeiten laden dazu ein, es noch ein Stückchen besonderer zu machen.

Was willst du verhindern?

Du möchtest Fotos mit einer Aussage (z.B. "Danke für die schönen Geschenke") verschicken, aber deine Bilder unterstreichen deine Message nicht. 

So machst du es richtig!

Denke an Punkt 1, plane vor, frage das Brautpaar, welche Aussage die Bilder haben sollen und mache dann gezielt Fotos, die mit dieser Aussage harmonieren: 

  • Mach z.B. ein lustiges Dankesbild des erstaunten Brautpaars vor einem Haufen Geschenke 
  • Lass das Brautpaar verschiedene individuelle Posen/Stimmungen ausprobieren oder gib ihnen eine Kreidetafel in die Hand und verändere die Botschaft darauf, damit jeder Verwandte eine Dankeskarte bekommt, die zu ihm passt 
  • Schieß ein paar persönliche Fotogrüße für wichtige Angehörige, die nicht dabei sein können

Zu guter Letzt unser Rat, die Kamera immer im Anschlag zu haben, damit auch die spontanen und lustigen Situationen festgehalten werden. Du siehst eine Panne? Halte drauf - später wird aus dem Ärgernis eine schöne Erinnerung zum drüber Lachen werden. Wir wünschen dir ein fröhliches Hochzeitsknipsen! :D

Mit einem Holzschild wird euer Motiv für die Danksagungen nach der Hochzeit zum Hingucker.
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